Anzeige · Werblicher Beitrag von Sonnenplan

Ratgeber · Photovoltaik für Eigenheimbesitzer

Fünf Prüfpunkte, bevor Sie Photovoltaik-Angebote einholen

Viele Haushalte starten mit dem ersten Angebot — und vergleichen erst danach. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: erst Rahmenbedingungen klären, dann mehrere Angebote parallel einholen.

Direkt zum Angebotsvergleich →
Photovoltaikanlage auf dem Ziegeldach eines Einfamilienhauses
Foto · Dachanlage eines Einfamilienhauses
0 %USt auf Kauf & Installation (bis 30 kWp, Wohngebäude)
30 kWpgesetzliche Grenze der ESt-Befreiung je Einheit (seit 2025)
3+vergleichbare Angebote parallel einholen statt Einzelangebot

Die Checkliste vor dem ersten Angebot

Inhaltlich geht es um Orientierung vor dem Angebotsvergleich — nicht um eine Zusage zu Ertrag oder Amortisation.

01

Dach & Verschattung realistisch einschätzen

Ausrichtung, Neigung, Gauben und Bäume beeinflussen den Ertrag stärker als Werbeversprechen. Ein seriöses Angebot nennt Annahmen zu Globalstrahlung und Verschattung — nicht nur Modulanzahl.

02

Eigenverbrauch vor Einspeisung priorisieren

Der eingesparte Haushaltsstrompreis liegt in der Regel über der EEG-Vergütung. Deshalb lohnt sich die Frage: Wann läuft Waschmaschine, Wallbox, Wärmepumpe — und passt das zur Erzeugungskurve?

03

Förderregeln als Rahmen, nicht als Garantie lesen

Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG), Einkommensteuerbefreiung (§ 3 Nr. 72 EStG) und EEG-Vergütung greifen unter Voraussetzungen (u. a. Leistungsklassen). Sie ersetzen keine individuelle Steuerberatung; Grenzen und Degression können sich ändern.

04

Finanzierung getrennt vom Anlagenkauf prüfen

KfW 270 ist ein Kredit, kein Zuschuss. Ob er günstiger ist als Eigenkapital oder ein Hausbankdarlehen, hängt von Bonität und Konditionen ab — das gehört in einen eigenen Vergleich, nicht in die Modulbroschüre.

05

Mindestens drei Angebote mit gleicher Spezifikation

Vergleichbar werden Angebote erst, wenn kWp, Speicher (ja/nein), Wechselrichterklasse und Montageumfang identisch spezifiziert sind. Ein einzelnes „Sonderpreis“-Angebot ohne Referenz ist schwer einzuordnen.

Bezugszähler und separater Einspeisezähler im Zählerschrank
Foto · Bezugs- und Einspeisezähler im Zählerschrank

Was der Zähler wirklich zeigt

In der Regel hängen zwei Zähler nebeneinander: einer zählt den Strombezug aus dem Netz, ein zweiter die Einspeisung ins Netz. Beide Werte über mehrere Monate zeigen, wie viel Strom zugekauft bzw. eingespeist wird — für den genauen Eigenverbrauchsanteil braucht es zusätzlich die Erzeugungsdaten vom Wechselrichter. Eine reine Modulleistungsangabe auf dem Angebot ersetzt diese Auswertung nicht.

Drei typische Fehlstarts

Nur auf ct/kWh starren

Die Einspeisevergütung ist planbar, aber oft nicht der größte Hebel. Eigenverbrauch und Strompreisersparnis entscheiden häufiger über die Wirtschaftlichkeit.

Speicher „weil modern“

Ein Speicher kann Sinn ergeben — muss es aber nicht. Ohne Lastprofil und klare Ziele (Notstrom, Eigenverbrauch) wird er schnell zum Kostentreiber ohne Nutzennachweis.

Fristen-Panik ohne Quellen

Politische Debatten um EEG-Anpassungen sind real. Entscheidungen sollten auf Bundesnetzagentur/BMF-Quellen basieren, nicht auf undatierten Social-Media-Claims.

Grober Kostenrahmen (Orientierung)

Richtwerte für private Dachanlagen — stark abhängig von Region, Dach und Lieferketten. Keine Preisgarantie.

KonfigurationTypischer Rahmen*Was oft fehlt in Billigangeboten
5–8 kWp ohne Speicherca. 6.000–12.000 €Gerüst, Elektroarbeiten, Anmeldung
gleiche Anlage + Speicherdeutlich höher, modellabhängigNutzungsprofil, Garantiebedingungen
Nur Modulpreis / kWpwenig aussagekräftig alleinWechselrichter, Montage, Service

* Orientierung auf Basis öffentlich kommunizierter Marktspannen; individuelle Angebote können abweichen. Stand September 2026.

Unabhängige Solar-Angebote vergleichen →

Weiterleitung zu Verivox (Vergleichsportal). Sonnenplan kann bei Vermittlung eine Provision erhalten. Es entsteht dadurch kein Kaufvertrag auf dieser Seite.

Häufige Fragen

Ist das eine verbindliche Förderberatung?

Nein. Dieser Beitrag ordnet öffentlich verfügbare Regeln ein. Für Ihren Fall sind Steuerberater, Installateur und Netzbetreiber die richtigen Ansprechpartner.

Warum ein Vergleichsportal?

Weil Preise und Lieferzeiten regional streuen. Ein Portal hilft, mehrere Fachbetriebe mit ähnlicher Spezifikation anzufragen — die Auswahl und Vertragsprüfung bleiben bei Ihnen.

Was ändert sich potenziell 2027?

Politische Entwürfe zur EEG-Vergütung für Neuanlagen werden diskutiert. Bereits in Betrieb genommene Anlagen behalten in der Regel ihre zugesicherten Konditionen; Details folgen dem Gesetzgebungsverfahren.

Quellen u. a.: Bundesnetzagentur (EEG-Sätze), BMF zu § 12 Abs. 3 UStG / § 3 Nr. 72 EStG, KfW-Programminformationen. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.